Wohin mit den Bildern – Nochn Teil

Fragezeichen mit Ordnern

Ich habe mich, wie schon Anfang des Jahres kurz geschrieben, weiter damit beschäftigt, wohin mit den ganzen Bildern. In den ersten Teilen, hier und hier, ging es hauptsächlich darum die Bilder zu Papier zu bringen. Aber wie findet man die Bilder, die man zu Papier bringen will? Bei vielen sehen die Bilderordner auf dem Computer ja ungefähr so aus.

Bildordnerchaos
Bildordnerchaos

Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen, naja eigentlich fast drei Monaten, damit beschäftigt, mir mal ein paar Programme anzusehen. Holla die Waldfee, da hat sich einiges getan. Ich habe mir aber nicht nur Programme angesehen, die für RAW-Dateien, also digitale Negative sind. Die kommen auch alle mit Stino JPG-Files klar. Mal muss man Geld dafür ausgeben, wobei sich das nicht immer lohnt, es gibt aber auch Perlen, die kosten nichts. Diese Perlen sind dann auch auf Linux, Windows und Mac verfügbar.

Was hab ich mir angesehen?

Ich war ja lange Jahre Lightroomnutzer. Nachdem aber Adobe das aber auf ein Abomodell umgestellt hat, fiel der Platzhirsch für mich schonmal hinten runter. In meiner Sammlung habe ich dann aber noch eine Version von Photoshop Elements gefunden. Die habe ich getestet. Dann die aktuelle Version von Luminar, die Version drei. Das Teil ist aber noch so frisch, mit dem Verwaltungsmodul, das habe ich dann außerhalb der Wertung getestet. Man kann kein Programm, das so gerade auf den Markt gekommen ist, vergleichen mit einem das es da schon mehrere Jahre gibt. Im OpenSourcebereich habe ich mir DigiKam und Darktable angesehen.

Testbedingungen

Ich habe den Programmen nicht bloß ein paar Bilder vorgesetzt. Angefangen habe ich mit etwas um die 3.000 Bilder, in der zweiten Runde waren es um die 40.000 Bilder. Das habe ich gemacht um zu sehen wie die auch mit größeren Datenmengen klar kommen. Da kann sich ja über die Zeit so einiges Ansammeln auf den Platten.

Außer der Wertung – Luminar 3

Wie schon geschrieben, Luminar drei ist noch zu neu, speziell das Bibliotheksmodul oder Verwaltungsmodul oder wie auch immer man das nennen mag. Von der Idee her Super. Aber die Performance ist auf meinem Rechner nicht wirklich so benennbar. Ich möchte das auf keinem Fall schlecht reden, aber da besteht noch enormer Handlungsbedarf. Z.B. beim erstellen der Thumbnails. Mal sehen was die nächsten Wochen und Monate so bringen.

Das könnte ins Geld gehen – Photoshop Elements

Photoshop Elements von Adobe habe ich noch in der Version 15, also nicht die aktuellste. Wenn man sich allerdings die aktuelle Version ansieht hat sich nicht so extrem was verändert. PSE, so wird das überall abgekürzt, richtet sich an den Anfänger bis fortgeschrittenen Einsteiger. Die Bearbeitungsfunktionen der Bilder sind nicht negativ zu bewerten. Damit kann man schon echt viel machen. Das Verwaltungsmodul, der Organizer ist aber so la la. Das Kartenmodul funktionierte bei meiner Version schon nicht mehr, wenn ich das nutzen wollte müsste ich updaten. Die Gesichtserkennung, ein schöner Zusatz der das Verschlagworten und später Wiederauffinden von Bildern vereinfacht, funktionert, aber hat eine Schwäche. Das System muss man Trainieren, damit es die Gesichter erkennt. Ist es aber einmal über die Bilder drüber, schaut es sich die nicht mehr an. Man muss also die Gesichter die es zum Anfang nicht erkannt hat, gefunden hat es sie, manuell zuordnen. Dazu kommt dann noch die Performance, das Programm nutzt nur einen Prozessorkern und keine GPU also nicht die Grafikkarte. Der Import der Bilder hat fast ewig gedauert. Ich weiß nicht was sich bei den neuen Versionen da verändert hat. Die Downloadversion kostet aktuell, Februar 2019, um die 50,00 €. Wer eine Scheibe haben will, kostet 70,00 €. Da das Paket installiert knapp 10 GB hatte bei mir, könnte es in den ländlichen Regionen das monatliche Downloadvolumen sprengen.

Darktable – Opensource zum Ersten

Darktable ist als direkter Vergleich zu Lightroom von Adobe und Luminar 3 von Skylum zu sehen. In dem Bereich schlägt es sich absolut genial gegen die beiden. Was nicht so schön ist, das Programm ließt und schreibt nicht die XMP-Dateien die Lightroom erstellt, wenn man die Metadaten auf Platte schreibt. Das heißt, alle meine Bearbeitungen bisher wären verloren. Bleibt nur die Möglichkeit die Bilder mit Lightroom zu exportieren, mit den entsprechenden Anpassungen. Ansonsten ist alles dabei. Ein Entwickelnmodul um Anpassungen in den RAW Dateien vorzunehmen, Karte-, Druckmodul und auch ein Modul zum Drucken. Sowas wie eine Gesichterkennung haben ich nicht gefunden. Wer gerade anfängt und auf solche kleinen Hilfen wie die Gesichtserkennung verzichten kann, dem kann ich nur raten, sich das Programm mal anzusehen.

DigiKam – OpenSource zum Zweiten

Ein Programm was mich fast vom Hocker gerissen hat, ist DigiKam. Ja mit „k“ in der Mitte ist richtig so. Getestet habe ich da die Version 5.9 und die 6.0 Beta. Beide laufen sehr zuverlässig, die 6.0 auch schon in der Beta. Die Bearbeitungsfunktionen sind nicht ganz so ausgeprägt, dafür finde ich das die Verwaltung der Bilder sehr viele Möglichkeiten bietet. Stichwörten lassen sich hierarchisch anlegen, eine ausgeklügelte Doublettensuche ist ebenso vorhanden, wie eine sehr gute Gesichtserkennung. Die Gesichtserkennung ist hier in zwei Teile gesplittet, Gesichter finden und Gesichter erkennen. Das hat den Vorteil, man kann das Programm nochmal über bereits gefundene Gesichter suchen lassen, ob es nochmal Gesichter zusortieren kann. Wenn eure Bilder GPS Daten enthalten, könnt ihr euch die auch auf einer Karte ansehen, wo die gemacht wurden. Man kann auch nach diesen Geoinformationen suchen. Der Import der Bilder ging echt fix. Das liegt wahrscheinlich an der sehr modularen Funktionsweise. Wenn es heißt Bilder importieren, wird nur das gemacht. Da läuft im Hintergrund keine Erstellung der Fingerprints für die Doublettensuche oder ähnliches. Das kann man separat starten, wenn man es braucht.

Was sage ich nun dazu?

Einen klaren Favoriten kann ich hier nicht nennen. Wer seine Bilder kaum bearbeitet sondern nur verwalten will, dem empfehle ich eindeutig Digikam. Wer etwas tiefer in der Fotografie steckt und mit RAW Dateien arbeitet dem würde ich raten sich Darktable anzusehen. Zu PSE möchte ich mich fast meiner Meinung enthalten. Da der Hersteller mit der Umstellung auf das sch…. Abomodell mir mein Lightroom kaputt gemacht hat, bin ich da sehr emotional, subjektiv unterwegs. Ich sag mal so, wer mit den anderen Programmen absolut nicht klar kommt, kann es sich ja mal ansehen.

Synologybonusteil

Für alle die Ihre eigene kleine Cloud von Synology zu Hause haben, schaut euch mal das Paket Moments an. Damit könnt ihr automatisch alle Bilder vom Handy oder Tablet sichern lassen, das Anstöpseln an den Computer entfällt, und ihr habt in dem noch recht jungen Paket doch schon sehr viele Möglichkeiten Ordnung in eure Bilder zu bringen. Gesichtserkennung, Geolokalisierung, Stichworte erstellen und recht neu seit Janunar 2019 sogar eine Doublettensuche. Zugegeben, auf den kleineren und etwas älteren Geräten dauert die Indizierung etwas länger. Aber wenn die Bilder automatisch hochgeladen werden sitzt man ja nicht gleich dran um sie zu verwalten. Der ganz große Vorteil, ihr müsst die Bilder nicht Google oder Apple in den Rachen werfen.

So, das solls für heute gewesen sein. Wenn euch Fragen plagen zu den Sachen, meldet euch einfach. Ich denke, das nächste mal könnte es wieder was mit Bildern geben.


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Wohin mit den Bildern – Zwischenstand

Heute will ich eure Geduld noch etwas auf die Folter spannen. Ich habe für dieses Thema schon noch ein paar Beitrage in, na sagen wir Planung. Ich habe den ersten Beitrag auch bestimmt schon vier mal angefangen. Bevor ich aber fertig wurde, habe ich noch ein paar neue Infos gefunden die ich noch für wichtig halte. Dadurch musste ich wieder von vorn anfangen.

Die nächsten Beiträge sind nicht nur für Hobbyfotografen, auch die Handyknipser können damit was anfangen. Ihr dürft also gespannt sein.

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Makros – da schaut man mal genauer hin

Bei vielen Sachen sagt man ja, die Schönheit liegt im Detail. Um dem mal auf den Grund zu gehen, habe ich mal mein Makroobjektiv auf die Kamera geschraubt und nachgesehen. Was soll ich sagen, das stimmt. Auf den Makros sieht man Sachen wo man oft einfach drüber latscht.
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Wohin mit den Fotos – der nächste Teil

Ende April hatte ich ja einen kleinen Beitrag geschrieben, wo ich angefangen habe zu überlegen, was ich aus meinen Fotos machen kann. Das hier ist die damals angedrohte Fortsetzung. Wie in jeder guten Serie kommt an Anfang eine kleine Zusammenfassung.

Was bisher geschah

Nachdem ich den letzten Artikel online gestellt hatte, bin ich erstmal schlafen gegangen. Das ist aber nicht ganz so wichtig, zumindest nicht für die Auswahl der Drucker. Ich habe mich also an den folgenden Tagen mal hingesetzt und mich etwas umgeschaut, was gibt es den aktuell an Druckertypen auf dem Markt. Druckertypen ist vielleicht nicht das richtige Wort, eher Drucksysteme. Laserdrucker scheinen mir für den Fotodruck erstmal völlig uninsteressant zu sein. Tintenstrahldrucker und Thermosublimationsdrucker bleiben da also noch übrig. Bei Tintenstrahldruckern ist es mir bisher noch nicht gelungen, alle für mich wichtigen Informationen zu finden. Wenn man Glück hat, findet man den Tintenverbrauch für eine Normseite. Das dumme ist nur, Fotos entsprechen nicht im Weitesten einer Normseite. So konnte ich da noch nichts vergleichen.

Thermosublimationsdrucker

Bei den Druckern hat man alles in einem Paket. Es gibt keine extra Tinten die eintrocknen können, das kommt alles mit dem Papier oder besser Druckmedium mit. Der Vorteil ist, wie schon geschrieben, es kann einem so schnell nichts eintrocknen. Der Nachteil ist, man ist von den Druckmedien sehr eingeschränkt

Vorteile:

  • es trocknet kein Druckkopf ein
  • die Drucker funktionieren fast alle auch mit Akku, man ist sehr mobil
  • die Geräte sind klein und leicht

Nachteile:

  • durch die Druckart ist man bei den Druckmedien sehr eingeschränkt.
  • sehr kleine Druckgrößen

Ich habe mich Online mal nach den reinen technischen Fakten umgesehen. Meine Tabellen dazu möchte ich euch ersparen, die wichtigsten Fakten, die sich daraus ergeben, nicht. Noch ein kleiner, aber nicht unwichtiger, Hinweis. Keine der genannten Firmen hat mir irgendwas geschenkt, gesponsort. Ich bezweifle das die von meiner Existens wissen.

HP & Polariod nutzen in ihren Druckern das gleiche Format, 5,0 x 7,6 cm. Wenn ich das richtig verstanden habe, können die Medien auch untereinander eingesetzt werden. Kodak, Canon und Fuji kochen da alle ihr eigenes Süppchen. Neben dem normalen Fotopapier gibts für alle Geräte außer Kodak, auch Sticker. Canon bietet zusätzlich auch noch Postkarten an, der Rückseitendruck ist eine Postkarte, vorne frei bedruckbar. Fuji bietet für das eigene System auch noch monochrome Medien an.

Preisvergleich

Kommen wir zum Zaster, was uns der ganze Spaß kostet. Stand Mai 2018 kosten die Drucker alle so zwischen 100€ und 120€. Der Fuji schlägt mit knapp 150€ zu buche. Sie liegen also alle recht nah beieinander. Bei den Druckmedien sieht es da aber ganz anders aus. Die Standardpapiere, was man sicher am meisten durchjagt, liegen zwischen 0,29 € pro Foto und 0,92 €. Ganz unabhänging von der Fotogröße betrachtet. Um da einen objektiven Vergleich hinzubekommen, habe ich mal die Preise pro cm² mal ausgerechnet. Da sind die Unterschiede schon gewaltig. Von 0,20 Cent pro cm² bis zu 3,13 Cent pro cm² reicht da die Spanne.

Also, ich habe mir folgende Geräte genauer angesehen. Wie gesagt, alles nur online. Da aber keins der Geräte grundlegend schlechte Bewertungen bekommen hat, gehe ich davon aus, das sie die Ausdrucke durchweg gut sind.

Canon Selphy 1300

Mit einem Format von 10,0 x 14,8 cm sind die Fotos, die der Drucker ausspuckt, die Größten in der ganzen Reihe. Der Drucker ansich kostet um die 120 €. Die Bildkosten liegen mit 0,20 € pro cm² am niedrigsten. Als Medien stehen neben dem Standardpapier auch noch Sticker und Postkarten zur Verfügung. Das Gerät wird über ein Netzteil mit Strom versorgt, einen Akku gibt es aber optional.

Ansteuern lässt sich der Drucker über USB und er besitzt auch einen SD-Karten Slot, als einziger in der Reihe. Wie alle anderen, schluckt er die Daten auch kabellos über das Handy.

HP Sprocket und Polariod ZIP

Beide Geräte liegen um die 115€ . Die Fotos sind 5,0 x 7,6 cm groß und kosten bei HP 1,31 Cent pro cm² und bei Polaroid 1,66 Cent pro cm². Die Medien sind hier austauschbar. Die Geräte haben einen internen Akku der über Handyladegerät oder eine Powerbank geladen werden kann.

Fuji Instax Share

Das ist das insgesamt teuerste System in diesem Vergleich. Der Drucker kostet um die 150 € und die Bilder 2,89 Cent pro cm². Wie der HP und der Polaroid passt auch der Drucker in die Hosentasche. Auch seinen Strom kriegt er aus einem internen Akku.

Fazit

Aufgrund der Kosten und der großen Fotos habe ich mich für den Canon entschieden. Er ist zwar der größte Drucker in dieser Reihe, aber in meinem Rucksack ist noch ne Menge Platz gewesen. Er druckt auch sehr schnell und mit den Ergebnissen bin ich zufrieden.

Von den Kosten mal abgesehen, es macht immer einen guten Eindruck, wenn man zusammen Fotos gemacht hat und man kann direkt danach gleich ein Foto in den Händen halten. Egal ob jetzt euer Lieblingsmodell vor der Linse stand oder die Oma auf der Familiefeier.

Ich hoffe, die Infos haben ein paar Leuten geholfen.

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Das beste Objektiv

Immer wieder liest, hört und sieht man Beiträge „Das Beste Objektiv für …“, die muss man unbedingt haben. Das mal als Suchbegriff bei einer sehr bekannten Videoplattform eingegeben, ergab ungefähr 37.800 Treffer. Dabei habe ich da noch nicht mal nach den englischen Ergebnissen gesucht. Meist werden dann in solchen Beiträgen die Premiumlinsen der entsprechenden Hersteller angepriesen. Dabei muss ich sagen, ich halte die meisten der Videos für Blödsinn.

Gerade als Einsteiger, wenn ich die Kitlinse gut behersche, werde ich mir sicher kein Objektiv für tausend Euro und mehr zulegen. Man hat da weder die Ahnung davon, noch meistens das Geld. Die Kitlinse, meist irgendwas um die 18 – 50 mm, deckt den Weitwinkel bis zur Normalbrennweite ab.

Klugscheißermodus an

Normalbrennweite kommt nicht daher, weil sie angeblich dem menschlichen Auge entspricht, sondern weil es früher die Brennweite war, die den Kameras normalerweise bei lag. Sie war einfach und günstig zu produzieren.

Klugscheißermodus aus

Als nächstes werden sich sicher die meisten ein 50 – 200 mm, ein Teleobjektiv holen. Um Sachen mal näher heran zu holen. Habe ich damals auch gemacht. Mit den beiden Objektiven wird man sicher erstmal spielen und probieren, was einem in der Fotografie eigentlich liegt. Ich, ich fotografiere ja viel Landschaften, habe immer Probleme mit den langen Brennweiten meine Motive zu finden.

Erst wenn man sich mit den, ich nenne sie mal Einsteigerlinsen, ausgetobt hat, dann sollte man sich für die etwas hochwertigeren Objektive interessieren. Wobei ich sagen muss, das die Kitlinsen keineswegs schlecht Objektive sind. Ich habe mein Kitobjektiv auch jetzt noch fast immer drauf. Den Grund erkläre ich gleich. Wenn ihr die Bilder in einer Datenbank eingelesen habt, bieten die meist irgendwelche Auswertemöglichkeiten. Ich würde zum Beispiel nachsehen, mit welcher Brennweite oder besser Brennweitenbereich habe ich die meisten Fotos gemacht und mir da entsprechend eine Festbrennweite holen. Festbrennweite haben meist eine bessere Bildqualität und dadurch das man nicht zoomen kann, fördern sie noch die Kreativität. „Wie fange ich das verflixte Motiv jetzt mit der Brennweite ein.“

Das allerbeste Objektiv von Welt

Ich sehe schon, wie einige Löcher in den Fußboden kratzen und fragen: „Was ist denn nun das beste Objektiv?“.

Lest bitte bis zum Ende weiter.

Ein genaues Modell kann ich euch nicht sagen. Auch genaue Spezifikationen kann ich euch nicht nennen. Die Frage muss jeder für sich entscheiden. Um diese Frage für sich zu beantworten sollte man sich einfach noch ein paar Fragen vorher stellen. Welche Bilder macht ihr am liebsten? Bin ich bereit 20 kg Ausrüstung mit mir rumzuschleppen? Welche Linse entspricht am meisten meinem Stil?

Für jemanden, der gern Portraits mit einem Fisheye macht, weil das sein Stil ist, wäre es jetzt Blöd, Geld in ein 300 mm zu Investieren. Das ist groß, schwer und weit ab von seiner Art zu fotografieren. Das würde ich nicht mit mir rumschleppen. Ein Landschaftsfotograf der gerne auf irgendwelche Berge kraxelt wird sich auch nicht mit 10 Objektiven abschleppen wollen, er muss sie ja tragen. Auch wenn andere Sagen, man muss das Objektiv haben.

Eigentlich sollte man die Frage auf das ganze Kamerasystem ausweiten. Was nützt einem das teuerste Objektiv, mit den besten optischen Eigenschaften, wenn es nur zu Hause im Schrank steht, weil es zu groß und sperrig ist? Ich bin ja nun seit fast zwei Jahren weg von der DSLR, in das Lager der DSLM, der Spiegellosen, gewechselt. Warum? Erstmal war die alte Kamera recht schwer. Mein Fotorucksack wog da um die 20 kg. Mit einem vergleichbaren System heute hab ich nicht mal 5 kg. Ich denke jedesmal, ich habe was vergessen. Zweiten war das auch ein riesiger Klopper. Ich brauchte immer einen Rucksack um die Dabei zu haben, egal welches Objektiv ich drauf geschraubt hatte. Mit der Kitlinse der Spiegellosen passt die auch mal in ein Jackentasche. Die „Gefahr“ das ich die Kamera mitnehme ist heute viel größer.

Ihr fahrt früh auf Arbeit, der Morgennebel steigt über die Felder und die Sonne geht auf. Ich halte in dem Moment an und ziehe meine Kamera. Dazu habe ich ein kleines Klappstativ, so 15 cm hoch, auch noch mit dabei. Die DSLR, egal mit welchem Objektiv, hatte ich so gut wie nie dabei.

Fazit

Das Objektiv, das ihr dabei habt, ist immernoch das Beste um diesen Moment festzuhalten. Egal ob jetzt irgendwelche Hanseln auf Youtube sagen, das man unbedigt ein 85 mm Objektiv, umgerechnet auf Kleinbild, braucht, um Portraits zu fotografieren. Macht die Bilder mit den Mitteln die ihr habt und wie euch die Bilder gefallen. Wie Wilhelm Busch schon sagte:“ Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterläßt keine eigenen Spuren.“

Damit will ich die Philosophiestunde für heute mal für beendet erklären. Ich hoffe das diese paar Gedankenanschübe ein paar von euch geholfen haben.

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Damals wars

So fangen viele Geschichten an, damals wars…  Und es ist auch schon wieder zehn Jahre her, das ich das alte verlassene Betriebswerk von Halle besucht habe. Damals hatte ich den Begriff „Lost Places“ noch gar nicht auf dem Schirm gehabt, aber interessiert hat es mich trotzdem. Durch den Ausbau des Güterbahnhofs musste auch das kleine BW weichen.

Ich habe mal ein paar bilder von 2008 raus gesucht und die neuen mit dazu gestellt. Viele große Übersichtsbilder habe ich scheinbar damals schon nicht gemacht. Das einzige was noch steht von damals, ist das Gerüst von der Uhr und eine kleine Blechhütte in der mal ein Telefon stand. Ein paar tote Gleise liegen auch noch da rum. Viel ist wirklich nicht geblieben.

Ich fand dieses kleine Projekt, ok Projekt ist vielleicht etwas übertrieben, ganz interessant. Mal so nach zehn Jahren wieder dahin zu wandern, um zu sehen, was sich getan hat. Ich könnte mir wirklich gut vorstellen, das ich meine alte Bilderkiste, auch noch aus analogen Zeiten, mal durchkrame, ob ich nicht interessante Orte finde, die es sich mal wieder zu besuchen lohnt.

Aber auch diese alten, verlassenen Gebäude strahlen einen gewissen Charm auf mich aus. Es könnte durchaus sein, das es in Zukunft auch mehr Bilder von den Lost Places hier zu sehen gibt. Nur wenn ich da hin und rein komme.

Aus der alten Papierfabrik in Trotha, ja in Halle wurde mal Papier produziert, werden jetzt Wohnungen gemacht. Da ist nichts mehr mit Alt und neuen Bildern. Da könnte ich aber beim nächsten mal Bilder in die Runde werfen. Mehr Bilder aus der Reihe fallen mir im Moment nicht ein, aber ich werde mal, wie schon geschrieben, meine Bilderkiste mal durchsuchen.

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Wohin mit den Fotos

Macro

Ich habe mir in den letzten Wochen öfter mal den Kopf darüber zerbrochen, wohin mit den ganzen Fotos. Im Laufe der letzten 11 Jahre, in denen ich intensiv digital fotografiere, haben sich auf den Festplatten eine höhere 5-stellige Anzahl an Bildern angesammelt. Viele von denen fristen ihr Dasein auf der Festplatte, von vielen ungesehen. Sicher geht es den meisten Fotos so. Nicht nur bei mir. Durch die vielen Bilder die heutzutage minütlich geschossen werden, ist das unausweichlich.

Für viele meiner Fotos finde ich das zu schade. Sind wir doch mal ehrlich zu uns, wann habt ihr das letzte Mal die Bilder auf eurem Smartphone oder Tablet wirklich alle angeschaut? Die zweite Frage ist, wie lang schaut man sich dann wirklich jedes der Bilder an? Tests haben ergeben, das die Zeit um eine Sekunde liegt, bevor man die Fotos auf den mobilen Geräten weiter wischt. Leider finde ich diese interessante Studie nicht mehr.

Was bleibt da als Alternative?

Man könnte ein Tablet oder Smartphone mit nur einem Foto drauf, an die Wand hängen. Dann kann keiner mehr wischen. Allerdings geht das mit der Zeit tierisch ins Geld und die Kabel der Ladegeräte sehen auch nicht so toll an der Wand aus.

Ein Bild in den sozialen Medien hat, laut der oben schon erwähnten Studie, auch nur eine Halbwertszeit von einigen Minuten. Wann scrollt man schon mal weiter zurück?

Irgendwie müssen die digitalen Fotos doch ihren Weg in unsere analoge Welt schaffen. Da bleibt nur der Weg, die irgendwie zu Papier zu bringen. Also nicht alle eure Bilder, nur die Besten.  Bleibt jetzt nur eine Frage zu klären:

Ausbelichten lassen oder Fotos selbst drucken?

Das ist eine Frage, über die ich mir selbst noch nicht so klar bin.

OK, wenn man eine größere Anzahl an Fotos hat, ist das Ausbelichten lassen, beim kommerziellen Anbieter immer günstiger. Wahrscheinlich sind die mit ihren großen Maschinen immer günstiger. Aber druckt man selbst ist man schneller und etwas individueller.

Erstmal bleibt die Frage des Formats. Es gibt kleine Drucker die ungefähr 10 x 10 cm ausdrucken. Die kann man auch direkt vom Smartphone befüttern. Sicher ein schöner Gag, aber die Bilder kosten um die 2 Euro das Stück. Die Anschaffung des Druckers mal außen vor gelassen.

Der „normale“ Bürodrucker, ich meine die Tintenstrahldrucker, sind auch alle in der Lage Fotos von den klassischen Formaten 10 x 15 cm bis DIN A4 zu drucken. Aber da habe ich herausgefunden, das es sehr oft zu Farbverschiebungen kommt. Außerdem gehen die Literpreise für die Tinte da schnell in die Bereich über 3.000,00 € und wie lange reicht da eine Patrone?

Alternativ gibt es Fotodrucker. Die haben ein paar mehr Tinten um feinere Farbabstufungen zu machen. Die gibt es auch in DIN A4, in DIN A3 und sogar DIN A2. Meist haben die größere Tintentanks, wodurch die Tinte auf den Liter gesehen etwas günstiger ist. Aber auch hier habe ich noch keine Infos gefunden, für wieviele Bilder so ein Satz Tinten reicht.

Nach dem Format kommt noch die Frage des Mediums. Neben dem Standardpapier im Fotodruck, Hochglanz, gibt es auch noch PE-Beschichtet, matt, geprägt und viele Varianten mehr. OK, das ist sicher auch eine Frage des Bildes und des Projekts was man gerade bearbeitet. Aber trotzdem muss man sich ja vorher erstmal damit beschäftigen, was es alles gibt.

Auf der anderen Seite sind die kommerziellen Anbieter. Auch da gibt es Unterschiede. Einige bearbeiten Bilder standardmäßig nochmal nach. Mir ist es schon passiert, das eine feine Tonung in einem Schwarz/Weiß Foto als „Fehler“ erkannt und entfernt wurde. Bei den Formaten sind bei solchen Anbietern fast keine Grenzen gesetzt. Bei den Medien bin ich da geteilter Meinung. Zugegeben, man kann nicht auf Acryl zu Hause drucken. Sogesehen ist die Auswahl der Medien schon recht groß. Aber beim Papier haben die meisten halt doch nur zwei oder drei Sorten.

Fazit

Ich will auf jeden Fall mehr Bilder zu Papier bringen, das steht schonmal fest. Das sollte nicht nur mein Bestreben sein. Wie ich das mache, werden sicher die kommenden Wochen bringen. Ich werde sicher mal einige Anbieter testen und wenn ich dann mehr Zahlen, Daten und Fakten habe, werde ich hier das Thema sicher nochmal aufnehmen.

Sollte jemand da draußen schon die Fotos selbst drucken und mir Zahlen über den Tintenverbrauch zukommen lassen können, nur keine Scheu. Ich würde mich sehr darüber freuen.

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