Aller Anfang ist schwer

Für jeden der schon mal Lust hatte seine Herkunft zu erforschen, aber nicht weiß wie und wo er anfangen soll, dem möchte ich ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben.

Früher wurden ja alle Daten auf Papier gesammelt. Das ging zwar auch, aber wenn man einen Computer hat, warum sich nicht den zu Hilfe nehmen. Es gibt da 2 Projekte die ich empfehlen kann. Jedes hat seinen Vor- und Nachteil.

Sucht man in der Familie alleine empfehle ich Gramps. Meiner Meinung nach kann das so ziemlich alles bis auf Frühstück servieren. Für jeden erdenklichen Fakt gibt es da ein Feld wo man das eintragen kann. Das ist auch schon fast ein Nachteil, der Funktionsumfang kann einen schon mal schnell erschlagen. Aber wenn man sich etwas damit beschäftigt hat, gibt es nichts besseres.

Wollen jetzt mehrere Leute zusammen arbeiten ist es schon sehr umständlich ständig Dateien hin und her zu schicken. Dazu kommt, nur wenige arbeiten heute noch am PC, Handys und Tablets sind da viel verbreiteter. Da kommt Webtrees ins Spiel. Der Vorteil ist ganz klar, man ist nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden. Der Nachteil ist, man braucht einen Webserver und eine Domain um von überall darauf zugreifen können. Mit Benutzerkontensteuerung ist es sogar möglich mehrere Familien zu bearbeiten, falls ihr mal noch für Freunde eine Plattform zur Verfügung stellen wollt.

Es gibt auch schon fertige Onlineportale die diese Services anbieten, aber davon würde ich abraten. Da bezahlt man Geld dafür das man denen Daten geben darf und die verkaufen die dann auch noch. (Steht in den AGBs von den Seiten) Außerdem ist man da immer dran gebunden. Will man nicht mehr Zahlen sind die Daten weg. OK, ich habe mich da nie angemeldet, ich weiß nicht wie da die Exportmöglichkeiten sind, aber auch dann steckt wieder viel Arbeit drin die Daten in einem anderen Portal oder Programm wieder herzurichten.

Nun, wo kriegt man die Daten her um diese Programme mit Inhalten zu füllen. Das wichtigste und einfachste Mittel ist es, erstmal alle lebenden Verwandten zu Fragen was sie noch Wissen oder ob sie evtl. noch alte Unterlagen haben. Damit kommt man oft schon sehr weit. Wichtig ist auch die kleinsten Informationsschnipsel können einem an einer späteren Stelle weiter helfen. Deshalb solltet ihr die Notitzmöglichkeiten der Programme ausführlich nutzen.

Wenn denn dann alle lebenden Quellen ausgeschöpft sind gibt es mehrere Möglichkeiten. Es gibt verschiedene Onlineportale wo man suchen kann oder man macht sich in den Orten der letzten Generation in Kirchen- und Standesamtbüchern selbst auf die Suche.