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Wohin mit den Fotos – der nächste Teil

Ende April hatte ich ja einen kleinen Beitrag geschrieben, wo ich angefangen habe zu überlegen, was ich aus meinen Fotos machen kann. Das hier ist die damals angedrohte Fortsetzung. Wie in jeder guten Serie kommt an Anfang eine kleine Zusammenfassung.

Was bisher geschah

Nachdem ich den letzten Artikel online gestellt hatte, bin ich erstmal schlafen gegangen. Das ist aber nicht ganz so wichtig, zumindest nicht für die Auswahl der Drucker. Ich habe mich also an den folgenden Tagen mal hingesetzt und mich etwas umgeschaut, was gibt es den aktuell an Druckertypen auf dem Markt. Druckertypen ist vielleicht nicht das richtige Wort, eher Drucksysteme. Laserdrucker scheinen mir für den Fotodruck erstmal völlig uninsteressant zu sein. Tintenstrahldrucker und Thermosublimationsdrucker bleiben da also noch übrig. Bei Tintenstrahldruckern ist es mir bisher noch nicht gelungen, alle für mich wichtigen Informationen zu finden. Wenn man Glück hat, findet man den Tintenverbrauch für eine Normseite. Das dumme ist nur, Fotos entsprechen nicht im Weitesten einer Normseite. So konnte ich da noch nichts vergleichen.

Thermosublimationsdrucker

Bei den Druckern hat man alles in einem Paket. Es gibt keine extra Tinten die eintrocknen können, das kommt alles mit dem Papier oder besser Druckmedium mit. Der Vorteil ist, wie schon geschrieben, es kann einem so schnell nichts eintrocknen. Der Nachteil ist, man ist von den Druckmedien sehr eingeschränkt

Vorteile:

  • es trocknet kein Druckkopf ein
  • die Drucker funktionieren fast alle auch mit Akku, man ist sehr mobil
  • die Geräte sind klein und leicht

Nachteile:

  • durch die Druckart ist man bei den Druckmedien sehr eingeschränkt.
  • sehr kleine Druckgrößen

Ich habe mich Online mal nach den reinen technischen Fakten umgesehen. Meine Tabellen dazu möchte ich euch ersparen, die wichtigsten Fakten, die sich daraus ergeben, nicht. Noch ein kleiner, aber nicht unwichtiger, Hinweis. Keine der genannten Firmen hat mir irgendwas geschenkt, gesponsort. Ich bezweifle das die von meiner Existens wissen.

HP & Polariod nutzen in ihren Druckern das gleiche Format, 5,0 x 7,6 cm. Wenn ich das richtig verstanden habe, können die Medien auch untereinander eingesetzt werden. Kodak, Canon und Fuji kochen da alle ihr eigenes Süppchen. Neben dem normalen Fotopapier gibts für alle Geräte außer Kodak, auch Sticker. Canon bietet zusätzlich auch noch Postkarten an, der Rückseitendruck ist eine Postkarte, vorne frei bedruckbar. Fuji bietet für das eigene System auch noch monochrome Medien an.

Preisvergleich

Kommen wir zum Zaster, was uns der ganze Spaß kostet. Stand Mai 2018 kosten die Drucker alle so zwischen 100€ und 120€. Der Fuji schlägt mit knapp 150€ zu buche. Sie liegen also alle recht nah beieinander. Bei den Druckmedien sieht es da aber ganz anders aus. Die Standardpapiere, was man sicher am meisten durchjagt, liegen zwischen 0,29 € pro Foto und 0,92 €. Ganz unabhänging von der Fotogröße betrachtet. Um da einen objektiven Vergleich hinzubekommen, habe ich mal die Preise pro cm² mal ausgerechnet. Da sind die Unterschiede schon gewaltig. Von 0,20 Cent pro cm² bis zu 3,13 Cent pro cm² reicht da die Spanne.

Also, ich habe mir folgende Geräte genauer angesehen. Wie gesagt, alles nur online. Da aber keins der Geräte grundlegend schlechte Bewertungen bekommen hat, gehe ich davon aus, das sie die Ausdrucke durchweg gut sind.

Canon Selphy 1300

Mit einem Format von 10,0 x 14,8 cm sind die Fotos, die der Drucker ausspuckt, die Größten in der ganzen Reihe. Der Drucker ansich kostet um die 120 €. Die Bildkosten liegen mit 0,20 € pro cm² am niedrigsten. Als Medien stehen neben dem Standardpapier auch noch Sticker und Postkarten zur Verfügung. Das Gerät wird über ein Netzteil mit Strom versorgt, einen Akku gibt es aber optional.

Ansteuern lässt sich der Drucker über USB und er besitzt auch einen SD-Karten Slot, als einziger in der Reihe. Wie alle anderen, schluckt er die Daten auch kabellos über das Handy.

HP Sprocket und Polariod ZIP

Beide Geräte liegen um die 115€ . Die Fotos sind 5,0 x 7,6 cm groß und kosten bei HP 1,31 Cent pro cm² und bei Polaroid 1,66 Cent pro cm². Die Medien sind hier austauschbar. Die Geräte haben einen internen Akku der über Handyladegerät oder eine Powerbank geladen werden kann.

Fuji Instax Share

Das ist das insgesamt teuerste System in diesem Vergleich. Der Drucker kostet um die 150 € und die Bilder 2,89 Cent pro cm². Wie der HP und der Polaroid passt auch der Drucker in die Hosentasche. Auch seinen Strom kriegt er aus einem internen Akku.

Fazit

Aufgrund der Kosten und der großen Fotos habe ich mich für den Canon entschieden. Er ist zwar der größte Drucker in dieser Reihe, aber in meinem Rucksack ist noch ne Menge Platz gewesen. Er druckt auch sehr schnell und mit den Ergebnissen bin ich zufrieden.

Von den Kosten mal abgesehen, es macht immer einen guten Eindruck, wenn man zusammen Fotos gemacht hat und man kann direkt danach gleich ein Foto in den Händen halten. Egal ob jetzt euer Lieblingsmodell vor der Linse stand oder die Oma auf der Familiefeier.

Ich hoffe, die Infos haben ein paar Leuten geholfen.

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Das beste Objektiv

Immer wieder liest, hört und sieht man Beiträge „Das Beste Objektiv für …“, die muss man unbedingt haben. Das mal als Suchbegriff bei einer sehr bekannten Videoplattform eingegeben, ergab ungefähr 37.800 Treffer. Dabei habe ich da noch nicht mal nach den englischen Ergebnissen gesucht. Meist werden dann in solchen Beiträgen die Premiumlinsen der entsprechenden Hersteller angepriesen. Dabei muss ich sagen, ich halte die meisten der Videos für Blödsinn.

Gerade als Einsteiger, wenn ich die Kitlinse gut behersche, werde ich mir sicher kein Objektiv für tausend Euro und mehr zulegen. Man hat da weder die Ahnung davon, noch meistens das Geld. Die Kitlinse, meist irgendwas um die 18 – 50 mm, deckt den Weitwinkel bis zur Normalbrennweite ab.

Klugscheißermodus an

Normalbrennweite kommt nicht daher, weil sie angeblich dem menschlichen Auge entspricht, sondern weil es früher die Brennweite war, die den Kameras normalerweise bei lag. Sie war einfach und günstig zu produzieren.

Klugscheißermodus aus

Als nächstes werden sich sicher die meisten ein 50 – 200 mm, ein Teleobjektiv holen. Um Sachen mal näher heran zu holen. Habe ich damals auch gemacht. Mit den beiden Objektiven wird man sicher erstmal spielen und probieren, was einem in der Fotografie eigentlich liegt. Ich, ich fotografiere ja viel Landschaften, habe immer Probleme mit den langen Brennweiten meine Motive zu finden.

Erst wenn man sich mit den, ich nenne sie mal Einsteigerlinsen, ausgetobt hat, dann sollte man sich für die etwas hochwertigeren Objektive interessieren. Wobei ich sagen muss, das die Kitlinsen keineswegs schlecht Objektive sind. Ich habe mein Kitobjektiv auch jetzt noch fast immer drauf. Den Grund erkläre ich gleich. Wenn ihr die Bilder in einer Datenbank eingelesen habt, bieten die meist irgendwelche Auswertemöglichkeiten. Ich würde zum Beispiel nachsehen, mit welcher Brennweite oder besser Brennweitenbereich habe ich die meisten Fotos gemacht und mir da entsprechend eine Festbrennweite holen. Festbrennweite haben meist eine bessere Bildqualität und dadurch das man nicht zoomen kann, fördern sie noch die Kreativität. „Wie fange ich das verflixte Motiv jetzt mit der Brennweite ein.“

Das allerbeste Objektiv von Welt

Ich sehe schon, wie einige Löcher in den Fußboden kratzen und fragen: „Was ist denn nun das beste Objektiv?“.

Lest bitte bis zum Ende weiter.

Ein genaues Modell kann ich euch nicht sagen. Auch genaue Spezifikationen kann ich euch nicht nennen. Die Frage muss jeder für sich entscheiden. Um diese Frage für sich zu beantworten sollte man sich einfach noch ein paar Fragen vorher stellen. Welche Bilder macht ihr am liebsten? Bin ich bereit 20 kg Ausrüstung mit mir rumzuschleppen? Welche Linse entspricht am meisten meinem Stil?

Für jemanden, der gern Portraits mit einem Fisheye macht, weil das sein Stil ist, wäre es jetzt Blöd, Geld in ein 300 mm zu Investieren. Das ist groß, schwer und weit ab von seiner Art zu fotografieren. Das würde ich nicht mit mir rumschleppen. Ein Landschaftsfotograf der gerne auf irgendwelche Berge kraxelt wird sich auch nicht mit 10 Objektiven abschleppen wollen, er muss sie ja tragen. Auch wenn andere Sagen, man muss das Objektiv haben.

Eigentlich sollte man die Frage auf das ganze Kamerasystem ausweiten. Was nützt einem das teuerste Objektiv, mit den besten optischen Eigenschaften, wenn es nur zu Hause im Schrank steht, weil es zu groß und sperrig ist? Ich bin ja nun seit fast zwei Jahren weg von der DSLR, in das Lager der DSLM, der Spiegellosen, gewechselt. Warum? Erstmal war die alte Kamera recht schwer. Mein Fotorucksack wog da um die 20 kg. Mit einem vergleichbaren System heute hab ich nicht mal 5 kg. Ich denke jedesmal, ich habe was vergessen. Zweiten war das auch ein riesiger Klopper. Ich brauchte immer einen Rucksack um die Dabei zu haben, egal welches Objektiv ich drauf geschraubt hatte. Mit der Kitlinse der Spiegellosen passt die auch mal in ein Jackentasche. Die „Gefahr“ das ich die Kamera mitnehme ist heute viel größer.

Ihr fahrt früh auf Arbeit, der Morgennebel steigt über die Felder und die Sonne geht auf. Ich halte in dem Moment an und ziehe meine Kamera. Dazu habe ich ein kleines Klappstativ, so 15 cm hoch, auch noch mit dabei. Die DSLR, egal mit welchem Objektiv, hatte ich so gut wie nie dabei.

Fazit

Das Objektiv, das ihr dabei habt, ist immernoch das Beste um diesen Moment festzuhalten. Egal ob jetzt irgendwelche Hanseln auf Youtube sagen, das man unbedigt ein 85 mm Objektiv, umgerechnet auf Kleinbild, braucht, um Portraits zu fotografieren. Macht die Bilder mit den Mitteln die ihr habt und wie euch die Bilder gefallen. Wie Wilhelm Busch schon sagte:“ Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterläßt keine eigenen Spuren.“

Damit will ich die Philosophiestunde für heute mal für beendet erklären. Ich hoffe das diese paar Gedankenanschübe ein paar von euch geholfen haben.

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