Makros – da schaut man mal genauer hin

Bei vielen Sachen sagt man ja, die Schönheit liegt im Detail. Um dem mal auf den Grund zu gehen, habe ich mal mein Makroobjektiv auf die Kamera geschraubt und nachgesehen. Was soll ich sagen, das stimmt. Auf den Makros sieht man Sachen wo man oft einfach drüber latscht. Allerdings stellt einen diese Art der Fotografie vor ganz neue Herausforderungen. Tiefenschärfe ist so gut wie nicht vorhanden.

Makro ohne Schärfe
Makro ohne Schärfe

Das ist mal ein Arduino Nano. Das Bild so macht noch nicht wirklich viel her. Ist auch nur mal zum Testen gewesen. Die Schätze kommen am Ende.

Makro Schaerfecrop
Makro Schaerfecrop

Das ist ein 1:1 Ausschnitt des ersten Bilds mit dem scharfen Bereich. Von Lochmitte zu Lochmitte sind es, wenn ich mich jetzt recht erinnere 2,54 mm. So macht das ganze kein Spaß. Also habe ich mal im Netz geschaut und mich über Olympus gefreut. Es gibt eine Technik die sich da Fokusstacking nennt. Man macht viele Fotos und verändert bei jedem Foto ein kleines bisschen den Fokuspunkt. Gefreut habe ich mich deshalb über Olympus weil die diese Funktion in die Kamera integriert haben. Als einzige übrigens. Alle anderen Kameras brauchen dafür extra Hard- und Software. Am Computer werden dann die Fotos übereinander gelegt und nur der scharfe Bereich der Bilder wird dann zusammengerechnet. Dabei kommt dann sowas raus.

Fokusstack
Fokusstack

Von der Schärfe her top. Das ganze Bild ist aus 250 Einzelbildern entstanden. Hier noch ein 1:1 Ausschnitt

Ausschnitt Fokusstack
Ausschnitt Fokusstack

Das kleine Board kam aus der Bastelkiste, die weißen Punkte sind Staub.

Kleines Manko

Auf diese Art und Weise kann man faszinierende Bilder erzeugen. Aber sie hat auch ihre Grenzen. Dafür mal ein anderes Motiv.

Fokusstack Blume
Fokusstack Blume

Man kann es schon erkenne, an den Spinnweben oben links. Wenn sich was bewegt kann das nicht mehr verrechnet werden. Daher eignet sich das auch nicht, wenn man lebende Insekten Fotografieren will.

Fokusstack Blume Crop
Fokusstack Blume Crop

Hier der Ausschnitt nochmal in groß. Ich weiß nicht, war es der Wind oder hat sich was im Netz bewegt.

Man kann das ganze auch noch auf die Spitze treiben und ein Makro – Fokusstacking – Panorama machen. Wie ihr sicher erraten werdet, auch das habe ich schon probiert.

Makro-Fokusstacking-Panorama
Makro-Fokusstacking-Panorama

Das Panorama wurde aus 4 x 50 Bildern zusammengesetzt. Um auch den Hintergrund komplett scharf zu machen wären sicher weit über 1.000 Bilder nötig. Wie ihr seht, neben der Geduld beim Aufnehmen braucht man auch viel Speicherplatz um alle Bilder verarbeiten zu können. Auch Geduld beim Verarbeiten ist nicht zu verachten. Leider rechnen alle Programme die ich bis jetzt getestet habe auf der CPU. Die GPU, also die Grafikkarte, wird von den Programmen nicht beachtet.

Meine ersten Schätze

So, wie weiter oben schon versprochen, noch meine ersten kleinen Schätze. Ich habe auch die Panoramen auf das kleine Format runter gerechnet. Die Seite würde sonst zu lange zum Laden brauchen. Ich werde mal eine extra Galerie machen mit sehr hochauflösenden Fotos. Da habe ich aber noch nicht wirklich die passende Technik gefunden.

Ich hoffe euch gefallen die Bilder.

Frank Laue

Author: Frank Laue

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