Wohin mit den Fotos

Macro

Ich habe mir in den letzten Wochen öfter mal den Kopf darüber zerbrochen, wohin mit den ganzen Fotos. Im Laufe der letzten 11 Jahre, in denen ich intensiv digital fotografiere, haben sich auf den Festplatten eine höhere 5-stellige Anzahl an Bildern angesammelt. Viele von denen fristen ihr Dasein auf der Festplatte, von vielen ungesehen. Sicher geht es den meisten Fotos so. Nicht nur bei mir. Durch die vielen Bilder die heutzutage minütlich geschossen werden, ist das unausweichlich.

Für viele meiner Fotos finde ich das zu schade. Sind wir doch mal ehrlich zu uns, wann habt ihr das letzte Mal die Bilder auf eurem Smartphone oder Tablet wirklich alle angeschaut? Die zweite Frage ist, wie lang schaut man sich dann wirklich jedes der Bilder an? Tests haben ergeben, das die Zeit um eine Sekunde liegt, bevor man die Fotos auf den mobilen Geräten weiter wischt. Leider finde ich diese interessante Studie nicht mehr.

Was bleibt da als Alternative?

Man könnte ein Tablet oder Smartphone mit nur einem Foto drauf, an die Wand hängen. Dann kann keiner mehr wischen. Allerdings geht das mit der Zeit tierisch ins Geld und die Kabel der Ladegeräte sehen auch nicht so toll an der Wand aus.

Ein Bild in den sozialen Medien hat, laut der oben schon erwähnten Studie, auch nur eine Halbwertszeit von einigen Minuten. Wann scrollt man schon mal weiter zurück?

Irgendwie müssen die digitalen Fotos doch ihren Weg in unsere analoge Welt schaffen. Da bleibt nur der Weg, die irgendwie zu Papier zu bringen. Also nicht alle eure Bilder, nur die Besten.  Bleibt jetzt nur eine Frage zu klären:

Ausbelichten lassen oder Fotos selbst drucken?

Das ist eine Frage, über die ich mir selbst noch nicht so klar bin.

OK, wenn man eine größere Anzahl an Fotos hat, ist das Ausbelichten lassen, beim kommerziellen Anbieter immer günstiger. Wahrscheinlich sind die mit ihren großen Maschinen immer günstiger. Aber druckt man selbst ist man schneller und etwas individueller.

Erstmal bleibt die Frage des Formats. Es gibt kleine Drucker die ungefähr 10 x 10 cm ausdrucken. Die kann man auch direkt vom Smartphone befüttern. Sicher ein schöner Gag, aber die Bilder kosten um die 2 Euro das Stück. Die Anschaffung des Druckers mal außen vor gelassen.

Der „normale“ Bürodrucker, ich meine die Tintenstrahldrucker, sind auch alle in der Lage Fotos von den klassischen Formaten 10 x 15 cm bis DIN A4 zu drucken. Aber da habe ich herausgefunden, das es sehr oft zu Farbverschiebungen kommt. Außerdem gehen die Literpreise für die Tinte da schnell in die Bereich über 3.000,00 € und wie lange reicht da eine Patrone?

Alternativ gibt es Fotodrucker. Die haben ein paar mehr Tinten um feinere Farbabstufungen zu machen. Die gibt es auch in DIN A4, in DIN A3 und sogar DIN A2. Meist haben die größere Tintentanks, wodurch die Tinte auf den Liter gesehen etwas günstiger ist. Aber auch hier habe ich noch keine Infos gefunden, für wieviele Bilder so ein Satz Tinten reicht.

Nach dem Format kommt noch die Frage des Mediums. Neben dem Standardpapier im Fotodruck, Hochglanz, gibt es auch noch PE-Beschichtet, matt, geprägt und viele Varianten mehr. OK, das ist sicher auch eine Frage des Bildes und des Projekts was man gerade bearbeitet. Aber trotzdem muss man sich ja vorher erstmal damit beschäftigen, was es alles gibt.

Auf der anderen Seite sind die kommerziellen Anbieter. Auch da gibt es Unterschiede. Einige bearbeiten Bilder standardmäßig nochmal nach. Mir ist es schon passiert, das eine feine Tonung in einem Schwarz/Weiß Foto als „Fehler“ erkannt und entfernt wurde. Bei den Formaten sind bei solchen Anbietern fast keine Grenzen gesetzt. Bei den Medien bin ich da geteilter Meinung. Zugegeben, man kann nicht auf Acryl zu Hause drucken. Sogesehen ist die Auswahl der Medien schon recht groß. Aber beim Papier haben die meisten halt doch nur zwei oder drei Sorten.

Fazit

Ich will auf jeden Fall mehr Bilder zu Papier bringen, das steht schonmal fest. Das sollte nicht nur mein Bestreben sein. Wie ich das mache, werden sicher die kommenden Wochen bringen. Ich werde sicher mal einige Anbieter testen und wenn ich dann mehr Zahlen, Daten und Fakten habe, werde ich hier das Thema sicher nochmal aufnehmen.

Sollte jemand da draußen schon die Fotos selbst drucken und mir Zahlen über den Tintenverbrauch zukommen lassen können, nur keine Scheu. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Frank Laue

Author: Frank Laue

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