Stative, Blitze und anderes

So, da melde ich mich mal wieder nach einiger Zeit.

Ich war, leider nicht auf Fototour, dafür auf Entdeckungsreise, so möchte ich es nennen. Dabei sind mir einige Fehler aufgefallen. Teilweise bei mir selbst, aber auch bei anderen.

Das erste, das ist mir noch nie widerfahren, blitzen im Dunkeln bei Landschaftsaufnahmen. Das ist so ziemlich das, das, das … Ich kann es nicht höflich ausdrücken. Das ist so ziemlich das Dämlichste was man machen kann. Der Blitz in den meisten Kameras schafft es, die Umgebung von knapp 9 Metern zu erhellen und das um eine Blende. Das ist bei Landschaftsbildern so, als würde man einen Tropfen Wasser in ein großes Fass tun. Handys können da noch weniger. Nicht nur das der Blitz unnötigen Strom aus dem Akku saugt, die Automatik der Kamera rechnet mit dem Licht und die Bilder werden noch dunkler. Wenn möglich, und die Kameras sollten das alle können, schaltet den Blitz aus und die Kamera in den Nachtaufnahmemodus. Das ist zwar kein Garant für gute Bilder, aber für bessere.

Der nächste Punkt trifft die Stative. Oft sehe ich Leute, die die Kamera gute 50 cm frei vor dem Gesicht halten. Das ist die wohl ungünstigste Haltung die es gibt, es sei denn man mag verwackelte Bilder. Bei Fotos kann man das Problem mit einer sehr kurzen Belichtungszeit oder der Serienbildfunktion minimieren. Bei der Serienbildfunktion einfach nur das Beste Bild aussuchen, klappt fast immer. Die Möglichkeit hat man erstens nicht immer und bei Videos gar nicht. Besonders bei Videos fallen frei Hand Filme mit sehr hohen Zoomstufen besonders negativ auf. Bei modernen Objektiven hilft einen der Image Stabilisator, was aber immer wieder hilft ist ein Stativ. Um das mal in Zahlen auszudrücken, bei einer Kamera mit einem 10 cm langen Objektiv und einer Bewegung von einem Millimeter macht das bei einem Objekt was 100m weit weg ist, eine Bewegung des Fokuspunktes von einem Meter. Auf YouTube sieht man viele Videos die das haben. Dagegen hilft ein kleines Stativ. Die einfachen von Hama, Dörr oder Cullmann liegen irgendwo um die 20,00 €. Die sind nicht groß und auch nicht schwer. Verbessern aber die Bilder und Videos um Welten. Ich gebe zu, ich habe ein sehr gutes Stativ, das ich auch oft dabei habe, aber auch ich schleppe es teilweise nur hin und her und ärgere mich hinterher darüber. Wenn man kein Stativ dabei hat, dann legt die Kamera auf einer Bank, Astgabel (aufpassen das sie nicht runter fällt) halt auf einem festen Untergrund ab. Oder stützt eure Arme auf dem festen Grund ab.

Das bringt mich gleich auf den nächsten und ich denke vorletzten Punkt für dieses Mal. Es betrifft die Sammler. Die Leute die jedes noch so kleine, verwackelte, unterbelichtete Bild oder Video aufheben. Auch wenn der Speicher aktuell sehr günstig ist, der Megabyte kostet ca. 0,000033333 €, löscht diese unbrauchbaren Daten von euren Platten. Als ich vor gut 7 Jahren angefangen habe mit der DSLR zu fotografieren dachte ich auch oft, das kannst du behalten und später mal noch die Unschärfe und Fehler nach bearbeiten. Das nimmt man sich vor, macht es aber niemals. Ich bin aktuell irgendwo um die 110.000 Bilder, ist ne ganze Menge, sind aber auch einige Zeitrafferaufnahmen dabei. Ich habe mal meine Sammlung überflogen, gerade die zum Bearbeiten und habe einfach mal die Härtefälle gelöscht. Auch die nicht ganz so schlimmen fielen in einem Anfall der Vernunft zum Opfer und wurden gelöscht. Der kleinere Vorteil ist das ihr ein paar mehr MB oder GB auf eurer Platte frei habt, wie gesagt bei den aktuellen Preisen sicher nicht ganz so wild. Der größere Vorteil ist der psychologische. Ihr habt erstens keine schlechten Bilder mehr in euren Verzeichnissen. Gerade wenn ihr jemanden Bilder zeigt und sich da keine Verwackelten mehr unterschieben steigert das euer eigenes Ansehen und auch das in den Augen der Anderen. Der zweite Punkt ist, ihr setzt euch nicht unter Druck, die noch bearbeiten zu müssen. Die Profis machen das nicht anders. Die machen 200-300 Bilder pro Shooting und wieviel zeigen sie? 10? 20? Was nichts ist, fliegt von der Platte und ist nie geschehen. Es hat mich anfangs wirklich einiges an Überwindung gekostet, aber mittlerweile sind die Bilder auch auf beiden Backups gelöscht.

Kommen wir zum letzten Punkt, den ich für heute los werden will. Ich habe mir ein neues Objektiv zugelegt. Da ich mich ja sehr für Panoramafotos interessiere, was lohnt sich da mehr als ein 8mm Fisheye. Das ist, zugegeben, schon sehr speziell, genau wie mein Lensbaby, aber da ich auf alle Automatiken verzichtet habe ging es Preislich. Ja liebe Kompaktknipser 🙂 das geht auch. Ich muss sagen, so komplett manuell zu fotografieren macht irgendwie wieder richtig Spaß, so wie ich es damals von meinem Vater gelernt habe.

Das nächste mal werde ich sicher hier wieder einige Bilder für alle zeigen.

PS. Sollte ich oben im Text ein paar Kommas vergessen haben, ich hänge hier noch ein paar hin, die könnt ihr euch nach oben ziehen! ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

Frank Laue

Author: Frank Laue

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